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Juni 26, 2016

SUNDAY SOULTALK #13: Von Bloggerkonkurrenz, Eigennutzen und falschen Gesichtern.

Meine Angela  - vom ersten Moment ins Herz geschlossen 

Vor ein paar Tagen war ich mit einer meiner Lieblings Blogger Freundinnen unterwegs. Wir haben uns ganz spontan getroffen, waren etwas essen und anschließend noch auf einen kleinen Drink im Nachtleben unterwegs. Ja - auch Blogger treffen sich tatsächlich privat! Einfach mal so. Und gehen was trinken. Feiern ausgelassen. Und mögen sich - auch abseits von der Social Media Welt. Wieso wir uns getroffen haben? Wir verstehen uns schon lange richtig gut, sehen uns zwar nicht oft oder haben täglich Kontakt, wir hatten aber einfach beide Lust, die wunderschöne, warme Münchner Sommernacht zu genießen. Nicht, weil wir uns gegenseitig Nutzen bringen, was oder unsere Freundschaft auf gegenseitige Verlinkungen aufbaut.
Und genau darauf soll der heutige Post anspielen. Da wir eben Beide in der oberflächlichen (und ja Leute, es wird tatsächlich immer schlimmer!) "Blogger und Influencer Welt" unterwegs sind und jeder so seine eigenen mehr oder weniger guten Erfahrungen damit machen durfte, hatten wir auch an diesem Abend nicht wenig Gesprächsstoff. Sie hat mir Sachen erzählt, da blieb mir einfach nur der Mund offen stehen. Bei manchen Stories denke ich mir einfach nur "Seriously"? Wie können Menschen nur so sein? So falsch, egoistisch und so sehr auf den eigenen Nutzen aus, dass das einzige Gefühl, das mir dazu einfällt, nur noch "fremdschämen" ist. Ich kann und muss (leider) von mir behaupten, dass ich ein sehr gutmütiger Mensch bin. Das mag eine gute Charakterstärke sein, kann aber auch nicht selten in Naivität enden. Ich bin eigentlich grundsätzlich zu fast jeder Person freundlich und KANN einfach kein Biest oder Arschloch sein. Wenn mir jemand blöd kommt oder auf Streit aus ist, bin ich eher diejenige, die versucht alles so schnell wie möglich zu schlichten oder sich einfach zurückzieht. Ich hasse Streit, unnötige Diskussionen und Stress. Meine Seele ist harmoniebedürftig und daher habe ich schon immer lieber ein paar "richtige" Freunde an meiner Seite gehabt, die ich an einer Hand abzählen kann, als zahlreiche Bekanntschaften oder oberflächliche Freundschaften, die genauso schnell verschwinden, wie sie aufgetaucht sind. In der Blogger-Sphäre fällt mir immer häufiger auf, dass "Freundschaften" nur auf Reichweite basieren. Es gibt da einige Blogger, die verfolge ich schon sehr lange -  auch, als diese noch nicht allzu bekannt waren. Man bekommt mit, wie sich der Charakter der Person mit der wachsender Followerzahl verändert, wie plötzlich nur noch bestimmte bekannte Gesichter mit einer großen Followerzahl auf deren Social Media Chanels auftauchen und vor allem - wie schnell diese Personen auch abgeschrieben sind, sobald die eigene Reichweite wächst. Und ich frage mich nur - ehrlich Leute? Wie falsch kann man sein? Auch wenn ich bisher nur meine 7k in Instagram erreicht habe, würde es mir nicht im Traum einfallen, mir Follower zu kaufen oder mich nur mit Leuten abzugeben, die ich vielleicht gar nicht wirklich mag und die mir nicht mehr bringen, als eine größere Reichweite. Ich kann sowas einfach nicht nachvollziehen und noch weniger verstehen.
Und da wird mir auch immer wieder bewusst, wie aufgesetzt und hinterhältig diese oberfächliche Welt eigentlich sein kann. Auf Snapchat und auch auf Instagram scheint alles heile Welt zu sein, die Personen verstellen sich, verstecken ihre wahren Gesichter und Tränen, strahlen und lächeln in die Kamera und schreiben Leute schneller ab, als sie ihre Unterwäsche wechseln. Ich bin mittlerweile ein alter Hase im  Blogger Geschäft und habe mein Baby gegründet, als die Blogger noch nicht wie Blumen aus dem Gras geschossen sind. Da gab es das (zum Glück) alles noch nicht. Mir hat es einfach Spaß gemacht zu fotografieren und zu Schreiben und ich hätte NEVER gedacht, dass sich das Influencer-Business mal so durchsetzt in Deutschland. Dass man von einem Blog leben kann. Obwohl ich schon so lange mit meinem Blog dabei bin, habe ich zum Glück immer noch meine besten Freundinnen an meiner Seite, die nichts mit der Blogger Welt am Hut haben, ich habe  keine gekauften Follower, betreibe meinen Blog immer noch mehr aus Spaß, als aus Geldlust und bin unglaublich froh, wenn mir mein Umfeld sagt, dass ich immer noch am Boden geblieben und mehr "Laura" als "Lauralamode" bin. Und so soll das auch bleiben. Seid mehr ihr selbst, versteckt nicht euer wahres Gesicht, zeigt den Leuten auch mal euren Drink, eure Zigarette die ihr raucht oder eure  besten Freunde, die immer für euch da sind und die einen Sch** auf eure Followerzahl geben. Trotz der ganzen Konkurrenz, den falschen Gesichtern und dem großen Eigennutzen von manchen Menschen, habe ich durch meinen Job als Bloggerin auch schon die tollsten Menschen kennen gelernt und möchte sie nicht mehr missen. Neben vielen schlechten Vibes und Einstellungen, gibt es eben zum Glück auch noch viele tolle Menschen mit ganz viel Herz.