März 20, 2016

SUNDAY SOULTALK #8: Zeitmanagement, Disziplin und Zukunftsängste.



Über richtiges Time Management, Zukunftsangst, Druck und Selbstdisziplin.

Eigentlich wollte ich euch doch jeden Sonntag einen Sunday Soultalk bieten, doch zwischen dem Sunday Soultalk #7 und dem heutigen liegen nun schon wieder zwei Wochen. Es ärgert mich. Diese Woche nur einen Post hochgeladen. Für mehr war einfach keine Zeit. In meinen zahlreichen verschiedenen Foto Ordnern warten noch gefühlte dreihundert Bilder auf eine "Verschönerung" aka Bearbeitung in Photoshop und achja - das Berlin Video muss auch noch geschnitten und bearbeitet werden. Hier steht noch eine Kooperation aus, da muss ich noch eine Stylingaufgabe für Zalando erledigen, hier ein Event, morgen ein Meeting und am Abend will ich aber auch mein eigenes Social Life verfolgen und meine Freunde sehen. Klappt heute vielleicht doch nicht so. 23.30h und ich sitze immer noch an den Bildern vom Shoot letzte Woche, die abgeliefert werden müssen. Meine Augen schmerzen schon und fangen langsam an zu tränen. Aber hey, die zwanzig Bilder will ich jetzt echt noch fertig bekommen. Laptop zu, ab ins Bett, Handy an. Schnell noch Instagram durchforsten, in Pinterest Inspirationen suchen und auch noch kurz Snapchat gucken. 01.00h. Meine Augen tränen langsam wirklich. Handy auf Flugmodus, Augen zu. Gedanken an. Das muss ich morgen noch erledigen und Oh Shit, das ja auch noch. Das muss ich mir schnell aufschreiben, sonst vergesse ich es morgen wieder. Handy wieder an, ein paar Punkte in die "To do Liste" schreiben. Handy aus. Gedanken an. Schaffe ich das morgen alles? Wie manage ich das zeitlich am Besten? Die Gedanken wollen nicht ausgehen, der Schlaf kommt zu kurz. Der Wecker klingelt viel zu schnell und der erste Blick geht aufs Handy. Emails checken, Instagram checken, Whatsapp Nachrichten beantworten. Ein neuer Tag beginnt - ein neuer Tag, an dem ich zwischen Zeitmanagement, Zukunftsangst, Druck und Selbstdiziplin stehe und versuche, meinen Tag zu regeln.
Der Post soll keineswegs ein Jammern sein, denn ich muss euch sagen: Ich liebe meinen Job und das, was ich tue. Dafür sitze ich gerne 10 Stunden am Tag vor meinem Laptop, dem iPad und meinem Handy. Ich möchte es nicht anders und dafür arbeite ich gerne 7 Tage die Woche, habe keinen richtigen Feierabend und nehme meine Arbeit auch mit in den Urlaub. Ich arbeite viel "umsonst", da man sich in unserer Influencer-Social-Media-Blogger-Welt nun mal erst einen Content aufbauen muss, um hoffentlich irgendwann davon leben zu können. Ohne Ängste, mit genug Peanuts auf dem Konto, um keine Existenzängste haben zu müssen. Wie ich mit der Zeit gemerkt habe, sind Disziplin und Time Management in einem selbstständigen Beruf alles. Ob mir das so gut gelingen würde, wenn mir mein Job nicht so viel Spaß machen würde, glaube ich eher weniger. Ich habe kein Problem damit, von morgens bis abends vor meinem Laptop zu sitzen und zu arbeiten - einfach, weil es meine Leidenschaft und mittlerweile auch ein großer Teil meines Lebensinhalts ist. Dazu muss ich allerdings sagen, dass ich zum Glück schon immer ein sehr disziplinierter, eigenständiger und ehrgeiziger Mensch bin. Schon von klein auf habe ich eigenständig meine Hausaufgaben gemacht, gelernt und wollte immer alles genau so schaffen, wie ich es mir vorgenommen habe. Klar, manchmal muss man eben einstecken und verstehen, dass manchmal auch gewisse Dinge anders laufen als geplant. Ob das jetzt in der Schule war, der Traum Job oder vielleicht auch die Beziehung. Doch aus Fehlern und Schicksalsschlägen lernt man, sie machen mich stärker und ich versuche, danach alles noch ehrgeiziger und besser anzugehen. Auch in meiner gesamten Uni Zeit habe ich es geschafft, mit gerade mal zwei Bibliotheksbesuchen meine 7 Semester zu überstehen und habe jetzt meinen Bachelor in der Hand. Lernen in der Bib war noch nie mein Ding, ich habe gerne mein gewohntes Umfeld um mich, packe mir Ohrenstöpsel mit motivierender Musik in die Ohren, setzte mich an den Schreibtisch und los geht. So war das bei mir schon immer und somit habe ich auch kein Problem, meine Selbstständigkeit im Home Office auszuführen. Das einzige Problem dabei: Ich kann nicht abschalten. Wenn ich zu Hause bin, arbeite ich. Das Macbook läuft 24/7. Das Handy sowieso. Abschalten kann ich erst, sobald ich das Haus verlasse und mit meinen Freunden unterwegs bin. Da bleibt dann auch das Handy mal in der Tasche und ich genieße einfach die freie Zeit. Doch kaum bin ich wieder zu Hause, geht es weiter. Auch im Bett. Bis die Gedanken sich endlich ausschalten und ich ins Anti-Digital-Schlummer-Land falle. Bis der Wecker klingelt und das Handy wieder an ist. Die Sache mit dem Zeitmanagement ist also noch so ein Ding, das ich mir für die Zukunft angewöhnen sollte. Ein Büro ist leider finanziell noch nicht ganz möglich, sobald das aber soweit sein sollte, werde ich mir definitiv auch ein kleines Büro Plätzchen suchen, damit Arbeit und Privat auch irgendwie getrennt werden können. Manchmal tut abschalten ganz gut, man sollte Sonntag Sonntag sein lassen und einfach mal nichts tun. Deshalb werde ich mich jetzt auch in mein Bett kuscheln, einen guten Film anmachen und einfach mal das Macbook zuklappen. Happy Sunday Babes!