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März 06, 2016

SUNDAY SOULTALK #7: Über die Generation Y.

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Generation Y oder auch: Generation "Why"

Vor kurzem hat eine Freundin eine richtig gute Reportage über die Generation Z geschrieben, die Generation, die nach der Generation Y kommt. Generation Y entspricht der Bevölkerung, die um 1980-1999 geboren ist. Ich, als 1993er Jahrgang, zähle also auch zu der besagten Generation Y. Y spricht man im Englischen aus wie "Why", was die Generation eigentlich sehr gut erklärt. Die Generation "Warum?" oder auch "Why not?" ist die Generation, die auch tatsächlich am Besten zu mir und zu meiner Lebensweise passt. Auch wenn ich die Leute in meinem Umfeld und in meiner Altersklasse ansehe, ist es bei einem Großteil so, dass niemand zu viel nachdenkt und sich große Ziele im Leben setzt. Wir leben einfach, lieben unser Leben und lassen alles auf uns zukommen. Wenn mir jemand vor einigen Jahren gesagt hätte, dass ich nach meinem Studium studieren werde und schon mit 21 Jahren selbstständig sein werde, hätte ich laut gelacht. Meine Pläne damals? Studieren wollte ich nie. Hat mich irgendwie nie wirklich angezogen. Ich wollte nach meinem Abitur eine Ausbildung im Modebereich machen und direkt in die Arbeitswelt stürzen. Theorie war noch nie mein Ding, ich war eher ein praktischer Mensch und musste schon immer "irgendwas tun". Dass die Generation Y also arbeitsfaul ist, kann ich ehrlich gesagt nicht bestätigen. Ich (und eigentlich auch fast alle meine Freunde im Umfeld) haben gearbeitet, sobald wir arbeiten durften und somit kann ich auch einige Berufserfahrungen in meinem Lebenslauf vorweisen, worauf ich definitiv sehr stolz bin. Heutzutage zählt weniger das Abiturzeugnis, gute Noten und 1,0 Abschlüsse - das was zählt, sind Erfahrungen und Talent. Auf einem Bloggerevent habe ich mich vor Kurzem mit ein paar Bloggern unterhalten, die allesamt ihre Jobs aus dem Grund bekommen haben, weil sie Erfahrungen mit Social Media und Bloggen haben. Nicht weil sie gute Noten haben. Erfahrungen sind also das A und O und somit lebe auch ich mit dem Ziel, so viele Erfahrungen und Erlebnisse wie möglich in meinem Leben mitzunehmen.
Früher war das ja alles ein wenig anders. Wenn ich meinem Opa oder ältere Bekannten von meinem Beruf erzähle, können die wenig mit Social Media, Instagram, Snapchat oder Bloggen anfangen. Sie wissen nicht, wie wichtig für uns Ranking, Reichweite, Statistics, gutes WLAN oder Google Analytics ist, sie verstehen nicht, wieso wir unser Essen erstmal fotografieren müssen und noch weniger verstehen sie, warum wir ständig am Handy hängen. Auch verstehen sie nicht, wie man das Risiko eingehen kann, selbstständig zu arbeiten, sein eigener Chef zu sein und kein regelmäßiges Einkommen zu haben. 
"Kind, mach doch mal was Anständiges. Du hast doch gar keine Sicherheit im Leben." 
Das ist richtig. Ich habe Monate, in welchen ich richtig gut verdiene und zufrieden bin mit meinem Einkommen, dann gibt es wieder Monate, in welchen ich kaum Aufträge habe und auf mein Erspartes zurückgreifen muss. Wenn man Selbstständig arbeitet, werden Disziplin und Fleiß groß geschrieben. Feste Arbeitszeiten? Gibt es nicht wirklich. Urlaub? Auch nicht. Ich muss arbeiten, wenn man mich braucht und vor allem am Anfang ist es wichtig, sich etwas aufzubauen und auch einiges for free zu machen. Da muss man durch. Heutzutage tritt unsere Generation aber (zum Glück) immer häufiger Berufe an, die uns Spaß machen. Auch wenn man vielleicht weniger dabei verdient. Unser Sturkopf und unser Ehrgeiz gehen vor und so arbeiten wir auch mal 7 Tage die Woche, damit wir für trotz Traumberuf um die Runden kommen. Ein "normaler" Job unter der Woche und am Wochenende noch an der Bar im Club stehen? Für unsere Generation normal. Normal ist es heute auch, wenn man mit Mitte 20 schon mehrere Millionen auf dem Konto hat, weil man "Youtuber", "Instagram Star" oder "Fitness Model" ist, das gerade ein E-Book auf den Markt gebracht hat, das durch die Decke geht oder auch mit gerade mal 20 schon Clubbesitzer ist. Normal. Wenn jemand fragt, heißt es einfach nur "Warum nicht?". Die Generation WHY macht was sie will, denkt nicht viel nach, folgt dem Kopf und kann einiges schaffen. Auch wenn es vielleicht ein wenig unsicher ist, länger dauert und oft nicht verstanden wird - wir leben nur einmal und sollten tun, was WIR für richtig halten. Und nicht die Anderen.