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April 12, 2012

Working Love

Da ich jetzt schon des Öfteren gefragt wurde, wo ich denn arbeite und was ich denn so mache zur Zeit habe ich mir überlegt gleich einen Post darüber zu machen. Ich denke so werden die Fragen am Besten und schnellsten beantwortet. Zur Zeit (leider nur noch bis Ende dieses Monats) mache ich ein Praktikum in einer PR-Agentur. Wie der Name "PR" schon sagt - wir sind für die Werbung und Vermarktung unserer Kunden zuständig. Unsere Agentur "Werbewelt" hat einen großen Sitz in Stuttgart und wir in München sind ein kleines Team mit sieben Powerfrauen. Zu den Kunden, die wir in München betreuen gehören Manhattan, Sigg, Steinel/Senses, Imaginarium und Ultrasun. Ich bin hauptsächlich für Manhattan zuständig aber wenn irgendwelche andere wichtige Sachen anstehen, kümmert man sich eigentlich um alles ein bisschen. Ich kann euch jetzt mal erzählen, was ich in meinem Praktikum alles gelernt, gemacht und was für Erfahrungen ich dort gemacht habe. Natürlich sieht das alles nochmal ein bisschen anders aus, wenn man im Beruf wirklich ausgelernt ist und schon "alles kann". Vielleicht kann ich dem Einen oder Anderen unter euch den Beruf ja auch schmackhaft machen, mir hat die Zeit dort auf jeden Fall unglaublich gefallen, mein Team war super lieb, es hat Spaß gemacht und ich habe dort wirklich richtig richtig viel gelernt. In dem Sinne schonmal ein großes DANKE an meine lieben Kolleginnen!

  1. Wie schon gesagt: Mein "Hauptkunde", um welchen ich mich meist gekümmert habe, war die Kosmetikmarke MANHATTAN. Ich habe das Glück, dass ich ein absoluter Beautyfan bin, deshalb hat mir die Arbeit mit dem Kunden natürlich am Besten gefallen.
  2. Die Hauptmedien, mit welchen man in einer PR-Agentur arbeitet sind der PC und Zeitschriften. Vor allem Kentnisse am PC sind hier ein absolutes MUSS. Ob Photoshop, Word oder Exel: Wenigstens ein bisschen sollte man sich schon auskennen. Ich habe nie vorher mit einem Mac gearbeitet und war dann auch erst mal ein bisschen überfordert, als ich das erste Mal vor meinem Mac in der Arbeit saß. Jetzt könnte ich mir auch mein eigenes Macbook (das ich mir kaufen musste weil ich durch den ständigen Umgang mit dem Mac in der Arbeit absolut nicht mehr mit Windows 7 klar gekommen bin :D) nicht mehr wegdenken. 
  3. Zu der Arbeit mit den Zeitschriften: Wir bekommen so gut wie jede Zeitschrift (auch aus Österreich und der Schweiz) in die Agentur geschickt, die man sich vorstellen kann. Egal ob die Bravo Girl, die InStyle, Grazia oder sämtliche Baby und Sportmagazine. Diese müssen wir dann wiederum nach Clippings (zu denen komme ich nachher noch) durchsuchen. Schließlich war es unsere Arbeit, die Produkte in die Zeitschrift zu bringen und diese müssen wir den Kunden ja auch vorweisen.
  4. Clippings: In der Mitte des Monats steht ein sogenannter Clippingreport von jedem Kunden an. Im Falle MANHATTAN suchen wir also Zeitschriften durch, picken uns dort die Clippings (also die abgedruckten Produkte oder MANHATTAN Erwähnungen) raus und packen die dann in den Report. Natürlich ist das Internet dabei auch besonders wichtig. Hier werden Blogs und Online Magazine (dazu komme ich in Punkt 5) durchsucht und ebenfalls Clippings rausgepickt. 
  5. Blogs und Online Magazines: Bei Online Magazines sieht das Ganze eigentlich wie in den Print Magazinen aus. Blogs stellen meist einzelne Produkte in passende Reviews und mit tollen Swatches und Bildern vor. Diese werden dann auch wieder geclipped und in die Reports gepackt. Außerdem gehört es zu unseren Aufgaben, immer nach schönen Blogs Ausschau zu halten, diesen Anfragen zu schicken ob sie denn Lust hätten in unseren Presseverteiler aufgenommen zu werden, oder manchmal auch ein Päckchen mit Testprodukte an tolle Blogs zu verschicken.
  6. Dazu komme ich zu dem nächsten Punkt: Wie kommen die Produkte zu den Zeitschriften oder Blogs? Dazu bekommen wir entweder direkte Anfragen von Magazinen, die Originalprodukte in die Redaktion geschickt bekommen möchten oder auch nur Bilder und Infos. Bei Blogs sieht das meist genauso aus, entweder bekommen wir Anfragen zwecks Testprodukten oder verschicken selbst welche.
  7. Fast immer wenn wir neue Produkte oder neue Limited Editions in die Agentur bekommen, wird ein (mal mehr und mal weniger) großer Aussand gemacht. Dabei werden Redaktionen und Blogs ausgewählt, die dann ein Päckchen mit den Produkten geschickt bekommen. Oft sind es "nur" 50 Päckchen, manchmal aber auch um die 200. Und JA, das heißt Arbeit. Viel Arbeit und auch anstrengende Arbeit. Pakete müssen gefaltet und gepackt werden, Pressemitteilungen, Anschreiben und Adressetiketten müssen gedruckt und in Pressemappen gepackt werden und dann das Ganze zusammen gepackt werden. Ist zwar viel Arbeit aber mit den richtigen Kollegen ist das meist doch eine große Gaudi :).
  8. Pressemitteilungen schreiben und versenden: Sobald neue Produkte ins Sortiment kommen, muss die Menschheit natürlich darüber informiert werden.Ich durfte bisher ab und zu ein paar Entwürfe zu Pressemitteilungen schreiben, Bilder und Infos mit reinpacken und sie an Blogs und Redaktionen verschicken. Das macht richtig Spaß (ja, ich liebe es zu schreiben wie ihr hoffentlich schon gemerkt habt haha) aber ein kreativer und klarer Kopf ist dabei natürlich auch wichtig.
  9. Das waren an sich die Hauptaufgaben, die ich zu erledigen hatte. Natürlich gab es auch noch kleinere Dinge wie Arbeit mit dem Presseverteiler, Post durchgehen, Zeitungen sortieren, Themenpläne anfragen und bearbeiten und was halt sonst noch so ansteht :).
Ich hoffe ich konnte euch damit die meisten Fragen beantworten, wenn ihr noch was wissen wollt - fragt einfach in den Kommentaren nach :). Ich fand die Arbeit dort super, ich habe unglaublich viel gelernt und tolle 6 Monate gehabt. Der einzige Makel, den ich am Job auszusetzen habe: Es sind einfach 9 (bzw. 8) Stunden am Tag Büroarbeit. Ich bin ein Mensch, der sich schon irgendwie lieber bewegt und auf Achse ist, das ist bei dem Beruf leider meist nicht so angesagt. Klar, wenn man schon eine "höhere" Position hat, geht man natürlich auch zu Presseterminen, auf Pressereisen usw. Aber ich bin mir wirklich unsicher, ob eine dauerhafte Büroarbeit was für mich wäre. Außerdem möchte ich ja auch nochmal mehr in die Moderichtung gehen, wie ihr alle schon wisst. Naja ich würde einfach mal sagen: Wir werden sehen was die Zukunft bringt!
Und wer von euch hat sich jetzt den kilometerlangen Post durchgelesen? Haha :D